Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner und ecop CEO Bernhard Adler bei der gemeinsamen Pressekonfernz bei ecop. Foto: © Land Oberösterreich, Gruber

Der Einsatz der Rotationswärmepumpe für die Dampferzeugung eröffnet zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten. In einem vom Land OÖ geförderten Projekt mit dem Titel „Future Energy Technologies“ werden diese in einem interdisziplinären Forschungsprojekt entwickelt und getestet. Das Projekt wurde in einer gemeinsamen Pressekonferenz bei ecop in Neuhofen vorgestellt.

In vielen industriellen Anwendungen spielt die Nutzung von Dampf für die Bereitstellung von Wärme eine große Rolle, beispielsweise in der Lebensmittel-, Baustoff-, Pharma-, Chemie- und Papierindustrie. Die hohe Energiedichte und der einfache Transport über Rohrleitungen sind wesentliche Vorteile.

Momentan wird dieser Prozessdampf meist durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen (hauptsächlich Öl und Gas) in Kombination mit einem Dampfkessel erzeugt. Um die Energiewende, im speziellen die Wärmewende, zu schaffen, muss die Dampferzeugung auf erneuerbare Primärenergie (z.B.: erneuerbaren Strom) umgestellt werden. Direkt-elektrische Dampfgeneratoren sind wenig effizient. Klassische Wärmepumpen sind im Einsatz durch ihre Kältemittel und geringe Flexibilität beschränkt und geraten an technische Grenzen, etwa im Bereich der Schmierung.

Die von ecop entwickelte Rotationswärmpumpe besitzt diese Nachteile nicht. Sie verwendet eine völlig neue Verdichtungs-Technologie (Rotationsverdichtung), was viel effizienter und mechanisch einfacher ist. Darüberhinaus kommt als Arbeitsmedium ein umweltfreundliches Edelgas anstatt eines brennbaren, giftigen oder umweltschädlichen Kältemittels zum Einsatz. Dazu ist sie noch hoch effizient und sehr flexibel.

Dazu gibt es nun ein gefördertes Projekt in Zusammenarbeit mit Ecotherm Austria und der Johannes-Kepler-Universität Linz (Institut für Strömungslehre und Wärmeübertragung). „Das Projekt RHOSIE zielt darauf ab, die Vorteile der Rotation Heat Pump im Vergleich zu klassischen Wärmepumpen für die Dampferzeugung zu nutzen“, erklärt Bernhard Adler, Gründer und Geschäftsführer von ecop Technologies.

Die Förderung ist Teil der Ausschreibung „Future Energy Technologies“ des Landes Oberösterreich, die wiederum zum Wirtschafts- und Förderungsprogramm #upperVISION2030 beiträgt. Eine internationale Jury hat sieben Projekte zur Förderung empfohlen.

„Die Transformation zu einem nachhaltigen Energiesystem ist für den Standort Oberösterreich ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunft. Mit der nun abgeschlossenen Förderausschreibung „Future Energy Technologies“ werden zukunftsträchtige Forschungsprojekte gestartet, die sich mit verschiedenen Aspekten der Transformation von Energiespeichersystemen über Netzinfrastruktur bis hin zur Energieerzeugung beschäftigen“, sagt Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner in einer gemeinsamen Pressekonferenz bei ecop am 24. November 2023.